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Reisebericht: Frank Hausdörfer Peking

Reisebericht: Frank Hausdörfer Peking


Frank Hausdörfer Peking

Reisebericht: Frank Hausdörfer Peking

Zu einem Treffen mit Teilnehmern aus aller Welt reiste der Vizepresident der IIWF, Frank Hausdörfer, in die Chinesische Hauptstadt Peking. Eingeladen hatte der Leiter des FIAP-Büros Chinas, Lu Ming, und das Komitee der "Seidenstraße" zum 3. Kongress über Internationale Zusammenarbeit im Bereich Kultur und Fotografie, sowie über allgemeine wirtschaftliche Zusammenarbeit, angesichts der zahlreichen politischen Krisen und Konflikte weltweit. Frank Hausdörfer war einer von drei Vertretern Europas. Riccardo Busi, der President der FIAP aus Italien und KI-Professorin Susana Garcia aus Madrid waren die beiden anderen Teilnehmer. In einer ersten Diskussion am ersten Abend ging es um den Einfluss von KI auf die Fotografie. Schon einige Jahre zuvor standen Themen wie Composings und erhebliche "Bild-Manipulationen" mit Photoshop in der Kritik. Der Umgang damit spaltet die Fotografen. Was für die einen ein Segen ist, hat für die anderen nichts mehr mit Fotografie zu tun. Ähnlich, aber noch gravierender, ist der Einfluss von KI auf die Bildbearbeitung. Für die Organisatoren von Fotowettbewerben steht jedoch die Problematik, wer die ganzen Bilder kontrollieren soll und welche Abweichung toleriert wird und welche zum Ausschluss führen. Riccardo Busi berichtete in diesem Zusammenhang über die Zusammenarbeit der FIAP mit der PSA, um gemeinsame Regeln in den Bereichen Natur, Welt im Focus/Travel, sowie Photojournalismus zu erarbeiten. Eine Schulung der Juroren und Organisatoren ist vorteilhaft, aber nicht in ein paar Monaten zu realisieren. Wie immer bei solchen Diskussionen standen Verbote oder eigene Wettbewerbe mit "manipulierten/Ki-generierten Fotos zur Debatte. Dass sich der Trend nicht aufhalten lässt und jetzt schon beim Prozess der Aufnahme von Fotos, KI-gesteuerte Routinen in den Programmen implementiert sind und diese in Apps oder Fotoprogrammen fortgesetzt werden, ist allen klar. Gerade in den Bereichen Marketing und Graphic Design ist die Dynamik extrem hoch. Aber auch im Bereich des Journalismus sind für Redakteure, die auf Grund schrumpfender Abozahlen zwangsweise zu "Fotografen" gemacht werden, diese Routinen sehr wichtig, um ihr Arbeitspensum in einer entsprechenden Qualität zu erreichen. Ein weiteres Thema war die immer stärker werdende "Vergreisung" der Fotoverbände, das zur Folge hat, dass die konträhren Position zur Verwendung von KI jüngere Menschen abhält, sich an den Wettbewerben der "Senioren" zu beteiligen oder gar Mitglieder in deren Klubs zu werden. Riccardo Busi wies darauf hin, dass die FIAP Jugend- Biennale extra organisiert werden, um junge Menschen zu motivieren, an internationalen Wettbewerben teilzunehmen. Vor einer sehr großen Herausforderung stand Frank Hausdörfer, als er auf dem Weg in das ca. 600km entfernte Handan (9.2 Millionen Einwohner) vom Chinesischen Delegations-Betreuer unterrichtet wurde, eine Gastrede vor den ca. 400 Chinesischen Studenten zu halten. Da die Einladung der anderen Teilnehmer längerfristig bekannt war, war Frank Hausdörfer der einzige Redner am Abend, der eine freie Rede (auf English) halten musste. Nach kurzer Zeit wurde er von dem Delegations-Betreuer unterbrochen . . . um den Gästen das Gesagte auf Chinesisch zu übersetzen. Frank Hausdörfer hob in seiner Rede hervor, dass die Menschen, die auf der Seitenstraße in den Westen gingen, um Handel und Austausch zu betreiben, nicht wussten, ob sie überhaupt wieder nach Hause kommen würden. Die Seitenstraße war sozusagen das "Internet des "Mittelalters", auf der neue Ideen in den Westen getragen und genauso westliche Werte in den Osten gebracht wurden. Beide Kulturräume haben dadurch profitiert und sich auch schneller entwickeln können. Deshalb empfahl Hausdörfer den Chinesischen Studenten Möglichkeiten des Studentenaustausch zu nutzen, um sich einen persönlichen Eindruck von anderen Ländern und Kulturen zu machen. Dass China nicht mehr das Entwicklungsland der 80iger und 90iger Jahre mehr ist, konnten die Teilnehmer des Austausches täglich bewundern. Vor allem im Bereich der E-Mobilität ist China der alten Welt voraus. Ganz deutlich war das bei der Ladesäulen-Infrastruktur zu sehen. Wo in Deutschland eine Ladestation steht, sind in Peking zwanzig Ladesäulen vorhanden. Beeindruckend war die "Deutsche Pünktlichkeit" bei der Bahn, die nicht nur in zwei Stunden 600km zurück legte, sondern dabei auch auf die Minute genau am Ziel ankam.


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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